
Für eine Leckortung zahlst du in Deutschland bei einem normalen Einsatz oft 200 bis 600 Euro. Muss der Techniker mehrere Leitungen untersuchen oder lässt sich die undichte Stelle nur schwer erreichen, wird es teurer. Bei besonders aufwendigen Fällen nennen Preisübersichten auch 800 bis 2.000 Euro. Der Preis umfasst zunächst nur die Suche nach dem Leck. Rohrreparatur, Trocknung und das Wiederherstellen von Wänden oder Böden kosten extra, sofern sie nicht ausdrücklich im Angebot stehen.
Ob die Versicherung die Leckortung bezahlt, hängt davon ab, was den Schaden verursacht hat und was dein Vertrag abdeckt. Bei einem versicherten Leitungswasserschaden sind notwendige Ortungskosten häufig erstattungsfähig. Läuft gerade Wasser aus? Dann zuerst die Wasserzufuhr abstellen, sofern das gefahrlos möglich ist, und den Gefahrenbereich meiden. Mach Fotos, informiere den Vermieter oder deine Versicherung und kläre mit dem zuständigen Ansprechpartner, wie es weitergeht. Einen akuten Wasseraustritt musst du natürlich auch ohne vorherige Zusage stoppen lassen.
Leckortung: Kosten im Überblick
Bei einer feuchten Stelle neben dem Waschbecken ist die Ursache manchmal schnell gefunden. Liegt die Leitung unter dem Estrich, sieht es anders aus: Der Techniker muss sich Schritt für Schritt an die Schadstelle herantasten. Entsprechend unterschiedlich fallen die Rechnungen aus.
| Ortungsverfahren | Grobe Preisorientierung pro Einsatz | Wofür es geeignet ist |
|---|---|---|
| Feuchtemessung | ca. 200–400 € | Feuchtebereiche in Wänden und Böden eingrenzen |
| Thermografie | ca. 200–500 € | Temperaturunterschiede, insbesondere bei warmen Leitungen, erkennen |
| Akustische Leckortung | ca. 250–500 € | Austrittsgeräusche an druckführenden Leitungen suchen |
| Endoskopische Untersuchung | ca. 200–400 € | Hinter Verkleidungen und in Hohlräume schauen, sofern ein Zugang besteht |
| Prüfgas- oder Tracergasortung | ca. 300–600 €, bei komplexen Fällen mehr | Schwer auffindbare Undichtigkeiten gezielt eingrenzen |
Die Preise stammen aus veröffentlichten Übersichten von Blauarbeit, Listando und ProLeak. Sie helfen beim Einordnen eines Angebots, sind aber keine festen Tarife. Häufig nutzt eine Firma während eines Termins mehrere Messgeräte. Die Beträge aus der Tabelle lassen sich deshalb nicht einfach zusammenrechnen. Frag nach, ob Anfahrt, Messungen, Bericht und Mehrwertsteuer im Preis stecken.
Worauf du beim Preis achten solltest: Eine Pauschale von 450 Euro mit Anfahrt, zwei passenden Messverfahren und Bericht kann am Ende günstiger sein als ein Grundpreis von 290 Euro. Zu diesem Grundpreis können noch weitere Kosten hinzukommen.
Was kostet eine Leckortung an der Wasserleitung?
Für eine einfache Leckortung an einer Trinkwasserleitung werden häufig 200 bis 600 Euro fällig. Hinter einer gut erreichbaren Revisionsklappe findet sich die Ursache unter Umständen rasch. Bei Rohren unter Fliesen oder Estrich muss der Betrieb zunächst herausfinden, welcher Abschnitt betroffen ist. Das dauert und schlägt sich im Preis nieder.
Verläuft die Wasserleitung im Erdreich, hilft die Feuchtemessung an der Zimmerwand meist wenig. Zuerst muss klar sein, wo das Rohr überhaupt liegt. Dann lassen sich einzelne Abschnitte untersuchen. Lass die Kosten in solchen Fällen besser vor Ort einschätzen, statt dich auf einen Festpreis aus dem Internet zu verlassen.
Was kostet eine Leckortung an der Heizung?
Die Heizung verliert ständig Druck? Das muss noch kein Loch im Heizungsrohr sein. Manchmal liegt es am Ausdehnungsgefäß oder am Sicherheitsventil. Lass diese Bauteile von einem Heizungsfachbetrieb prüfen, bevor jemand den Boden aufstemmt. Welche Ursachen sonst noch infrage kommen, liest du in unserem Ratgeber Heizung verliert Druck, aber kein Leck ist sichtbar.
Spricht nach der Prüfung vieles für eine undichte Leitung unter dem Boden, geht die Suche dort weiter. Wie teuer das wird, hängt unter anderem vom Bodenaufbau und von der Anzahl der Heizkreise ab. Ein Pauschalpreis ist deshalb nicht immer sinnvoll.
🦫 Brunos Tipp: Frag am Telefon nicht nur „Was kostet die Leckortung?“, sondern auch: „Was ist im Preis enthalten, und was passiert, wenn Sie beim ersten Versuch nichts finden?“ Damit bekommst du schneller heraus, ob aus der günstigen Pauschale eine teure Suche werden kann.
Welche Kosten kommen zur Leckortung noch dazu?
390 Euro für eine Leckortung: Klingt erst einmal klar. Allerdings kommen bei manchen Angeboten noch weitere Kosten hinzu. Vor allem die Trennung zwischen Suche, Reparatur und anschließender Trocknung solltest du dir genau ansehen.
| Leistung | Teil der Leckortung? |
|---|---|
| Anfahrt und erste Begutachtung | Je nach Angebot enthalten oder extra |
| Weitere Messverfahren | Mitunter gesondert berechnet |
| Messprotokoll, Fotos und Schadenbericht | Klären, ob enthalten |
| Öffnen von Wand, Fliesen oder Estrich | Häufig separate Leistung |
| Reparatur beziehungsweise Austausch des Rohrs | Normalerweise separat |
| Trocknung von Wand und Dämmschicht | Separater Arbeitsschritt |
| Wiederherstellung von Putz, Fliesen oder Bodenbelag | Normalerweise nicht enthalten |
| Nacht-, Wochenend- oder Feiertagseinsatz | Mögliche Zuschläge |
Rechenbeispiel (frei erfunden): Im Angebot stehen 350 Euro für die Leckortung. Dazu kommen 65 Euro Anfahrt. Weil die erste Messung kein klares Ergebnis liefert, stimmst du einem weiteren Verfahren für 180 Euro zu. Am Ende zahlst du 595 Euro, obwohl das Rohr noch gar nicht repariert ist.
Festpreis oder Abrechnung nach Stunden: Was ist günstiger?
Festpreis: Damit kannst du gut planen, sofern der Leistungsumfang feststeht. Ein Werbeangebot „Leckortung ab 249 Euro“ sagt dagegen wenig aus. Bitte um einen Preis für deinen Fall und um eine klare Regelung, falls weitere Messungen nötig werden.
Abrechnung nach Stunden: Bei einer gut zugänglichen Leitung kann das günstiger ausfallen. Dauert die Suche jedoch mehrere Stunden, wächst die Rechnung mit. Ein Leckortungsanbieter nennt beispielsweise Stundensätze zwischen 80 und 130 Euro. Das ist kein allgemeiner Marktpreis. Lass dir den Bruttostundensatz nennen und kläre, wie viele Mitarbeiter abgerechnet werden, ob es eine Mindestdauer gibt und was die Geräte kosten.
Ein Beispiel: Welche Firma ist tatsächlich günstiger?
| Musterangebot, frei erfunden | Enthalten | Zu zahlender Betrag |
|---|---|---|
| A: Pauschale | Anfahrt, Ortung mit erforderlichen Messgeräten, Kurzbericht, Umsatzsteuer | 490 € |
| B: Grundpreis | Ortung 290 €, Anfahrt 60 €, zusätzliches Messverfahren 190 €, Bericht 65 €, jeweils als Endpreis angenommen | 605 € |
Das sind erfundene Angebote, keine echten Firmenpreise. Ohne das Zusatzverfahren könnte B günstiger ausfallen. Braucht der Techniker es aber doch, kostet B in diesem Beispiel 115 Euro mehr als A. Lass dir zusätzliche Schritte immer vorher erklären und vereinbare, ab wann du erneut zustimmen musst.
Fünf Kostenfallen auf der Rechnung
- Ein günstiger Anzeigenpreis gilt nur für die Anfahrt oder eine kurze Erstprüfung.
- Das tatsächlich verwendete Messgerät wird zusätzlich zum Ortungspaket berechnet, obwohl sein Einsatz schon vereinbart war.
- Ein Messprotokoll, das du für die Versicherung brauchst, kostet unerwartet extra.
- Nach einem erfolglosen ersten Termin wird ohne neues Kostenlimit weitergesucht.
- Der Notdienst-Zuschlag ist vorher nicht genannt oder der Bruttopreis bleibt unklar.
Besonders beim Notdienst lohnt sich ein Blick auf die Rechnung. In unserem Beitrag über Kostenfallen und irreführende Notdienst-Werbung erklären wir, worauf du achten solltest. Nicht jede hohe Rechnung ist unseriös. Posten, die du nicht verstehst oder vorher nicht vereinbart hast, solltest du allerdings direkt ansprechen.
Ist die undichte Stelle gefunden, beginnen oft erst die eigentlichen Arbeiten: Rohr freilegen, reparieren, Bauteile trocknen, Fliesen oder Putz erneuern. Manchmal ist sogar die Dämmung unter dem Estrich nass, obwohl die Bodenoberfläche trocken aussieht. Die Trocknung kann dann teurer werden als die Suche. Bestehe deshalb auf getrennten Positionen für Ortung, Reparatur und Sanierung.
Leckortung im Bad, bei der Fußbodenheizung oder im Erdreich

Wo das Wasser herkommt, ist oft wichtiger als die Größe des Hauses. Drei Beispiele aus typischen Schadenfällen:
Feuchte Stellen im Bad: Ist wirklich die Wasserleitung undicht?
Neben der Dusche verfärben sich die Fugen dunkel, der Wasserzähler bewegt sich aber nicht. Ist trotzdem ein Rohr kaputt? Möglich, aber längst nicht sicher. Auch eine beschädigte Abdichtung, eine undichte Anschlussfuge oder ein Problem am Ablauf können Wasser in die Wand bringen. Der Zähler allein verrät dir nicht, woher die Feuchtigkeit kommt.
Achte darauf, wann die Stelle nass wird: nur nach dem Duschen, ständig oder nach starkem Regen? Mit diesen Angaben kann der Fachbetrieb gezielter prüfen. Eine Tracergasortung für die Trinkwasserleitung hilft wenig, wenn in Wahrheit die Dusche undicht ist.
Fußbodenheizung: Druckverlust richtig einordnen
Du füllst ständig Wasser in die Heizung nach, findest aber nirgendwo eine feuchte Stelle? Bevor es an den Estrich geht, sollte der Heizungsfachbetrieb Verteiler, Sicherheitsventil, Ausdehnungsgefäß und Druckverlauf überprüfen. Erst wenn der Verdacht tatsächlich auf einen Heizkreis fällt, lohnt sich eine gezielte Ortung. Je nach Anlage kommen Wärmebilder, Druckprüfungen oder Prüfgas infrage.
Bei mehreren Heizkreisen können zusätzliche Messungen nötig sein. Dadurch können die Kosten auf über 600 Euro steigen. Und noch etwas: Eine Wärmebildkamera zeigt Temperaturunterschiede. Ein Rohrloch lässt sich darauf nicht einfach wie auf einem Röntgenbild erkennen.
Leckortung an einer Leitung im Erdreich
Liegt ein Rohr im Garten oder unter der Bodenplatte, ist die Austrittsstelle oft nicht zu sehen. Schon der genaue Verlauf der Leitung kann unklar sein. Tiefe, Bodenbeschaffenheit und Geräusche aus der Umgebung erschweren die Messung zusätzlich. Hier sollte eine Fachfirma erst einschätzen, was sie prüfen muss, bevor sie einen verbindlichen Preis nennt.
Was alle drei Fälle gemeinsam haben: Wer sich zu früh auf eine Ursache festlegt, lässt womöglich das Falsche untersuchen. Oft spart eine gründliche Eingrenzung mehr Geld als ein möglichst billiger Ortungstermin.
Wann ist eine Leckortung sinnvoll und wann eher nicht?
Ein nasser Fleck an der Wand reicht noch nicht für die Diagnose Rohrbruch. Bevor du eine Leckortungsfirma bestellst, hilft es, die Begleitumstände anzusehen:
| Beobachtung | Mögliche Erklärung | Sinnvoller erster Schritt |
|---|---|---|
| Wasserzähler bewegt sich trotz geschlossener Verbraucher | Versteckter Verbrauch oder Wasserverlust | WC, Geräte und Verbraucher ausschließen; dann Trinkwasserleitung prüfen lassen |
| Heizung verliert wiederholt Druck | Sicherheitsventil, Ausdehnungsgefäß oder undichter Heizkreis | Zuerst Heizungsanlage und Druckverlauf prüfen |
| Feuchte nur nach dem Duschen | Ablauf, Anschluss oder Abdichtung im Bad | Betroffene Sanitäreinrichtung gezielt untersuchen |
| Kellerwand wird vor allem nach Regen nass | Feuchte von außen, Abdichtung oder Entwässerung | Bauwerksabdichtung, Oberflächenwasser und Rückstau abklären |
| Mehrere Abflüsse gluckern, Abwasser steht zurück | Verstopfung oder Rückstau | Entwässerungsbetrieb statt klassischer Trinkwasser-Leckortung |
Noch ein häufiger Irrtum: Steht der Wasserzähler still, können Heizungs- oder Abwasserrohre trotzdem undicht sein. Läuft er weiter, kontrolliere zunächst die Toilettenspülung und andere Verbraucher. Nicht jeder Wasserverlust sitzt in einer Wand.
Welche Methoden werden bei der Leckageortung eingesetzt?
Ein guter Techniker greift nicht wahllos zum teuersten Messgerät. Er schaut sich erst an, wann und wo Wasser auftritt, welche Leitungen dort verlaufen und was die bisherigen Messungen zeigen. Danach wählt er die Methode aus, die zur vermuteten Ursache passt.
Feuchtemessung
Mit einem Feuchtemessgerät lässt sich feststellen, welche Bereiche von Wand oder Boden betroffen sind. Wo genau das Rohr undicht ist, lässt sich damit noch nicht feststellen. Wasser kann unter Fliesen oder hinter Putz ein gutes Stück weiterlaufen, ehe sich ein Fleck zeigt. Häufig beginnt die Suche deshalb mit einer Feuchtemessung und geht von dort weiter.
Thermografie
Auf dem Wärmebild erkennt der Fachmann Temperaturunterschiede an der Oberfläche. Das hilft besonders bei Warmwasserleitungen und Fußbodenheizungen. Ein auffälliger Fleck ist allerdings noch kein Beweis für ein Leck. Erst zusammen mit den anderen Messwerten ergibt sich ein verlässlicheres Bild.
Akustische Ortung
Unter Druck austretendes Wasser macht manchmal ein Geräusch, das mit Spezialmikrofonen zu hören ist. Gerade an Trinkwasserleitungen kann das helfen. Für einen Abwasseranschluss, durch den nur zeitweise Wasser fließt, ist die akustische Ortung hingegen oft ungeeignet.
Druckprüfung: Undichtigkeit nachweisen, nicht unbedingt lokalisieren
Bei einer Druckprüfung untersucht der Fachbetrieb, ob ein Leitungsabschnitt den Prüfdruck hält. Fällt der Druck ab, ist das ein Hinweis auf eine Undichtigkeit, aber noch keine genaue Ortsangabe. Welche Prüfung zulässig und sinnvoll ist, richtet sich nach dem Leitungssystem. Das solltest du nicht selbst versuchen.
Prüfgas und Endoskopie
Bei geeigneten Leitungen lässt sich mit einem speziellen Prüfgas arbeiten. Ein Sensor sucht dann nach der Stelle, an der Gas austritt. In Hohlräume schaut der Techniker gegebenenfalls mit einer kleinen Endoskopkamera. Dafür ist manchmal ein Zugangsloch nötig. Übrigens: „Zerstörungsfrei“ heißt nicht, dass die Wand auf jeden Fall geschlossen bleibt. Spätestens für die Reparatur wird die schadhafte Stelle häufig freigelegt.
Wann eine Rohrkamera sinnvoller ist
Bei Abwasserrohren sind Risse, verrutschte Verbindungen oder beschädigte Rohrwände typische Verdachtsfälle. Eine Rohrkamera-Untersuchung zeigt den Zustand der Leitung von innen. Für ein winziges Leck in einem Trinkwasserrohr unter Druck braucht es dagegen oft andere Technik.
Wie schnell muss ein Leck gesucht werden?
Wasser tritt unkontrolliert aus? Dann nicht erst Preislisten vergleichen. Stell, sofern gefahrlos möglich, die Wasserzufuhr ab und ruf einen geeigneten Notdienst. Bei Wasser in der Nähe von Steckdosen oder Elektroanlagen den betroffenen Bereich nicht betreten. Die Stromversorgung darf nur von einem sicheren, trockenen Ort aus abgeschaltet werden. Bei unmittelbarer Gefahr Feuerwehr oder Fachkräfte verständigen.
Ist alles abgesperrt und besteht keine akute Gefahr, reicht unter Umständen ein regulärer Termin am nächsten Werktag. Das spart mögliche Notdienstzuschläge. Eine alte feuchte Stelle solltest du trotzdem untersuchen lassen: Hinter der Oberfläche kann weiterhin Wasser stecken.

So läuft die Leckortung bei einem Wasserschaden ab
- Ursache grob einordnen. Tritt die Feuchtigkeit bei Regen, beim Duschen oder unabhängig davon auf? Ist eine Trinkwasser-, Heizungs- oder Abwasserleitung verdächtig?
- Weitere Schäden verhindern. Bei laufendem Wasser die passende Zufuhr abstellen. Vorsicht bei nassen Elektroanlagen. Im Notfall hat die Schadenbegrenzung Vorrang.
- Messungen durchführen. Die Firma prüft zugängliche Leitungen und grenzt feuchte Bereiche mit geeigneten Verfahren ein.
- Leckstelle dokumentieren. Fotos, Messwerte und eine nachvollziehbare Beschreibung gehören in den Bericht. Falls die Ursache nicht gefunden wurde, sollte das ebenso klar darin stehen.
- Reparatur abstimmen. Erst nach der Eingrenzung werden notwendige Öffnungen geplant. Danach folgen gegebenenfalls Rohrreparatur, Trocknung und Wiederherstellung.
Wächst der Fleck von Tag zu Tag, warte mit der Untersuchung nicht lange. Für die ersten eigenen Kontrollen hilft unser Beitrag Rohrbruch erkennen: typische Anzeichen und Wasserzähler-Test.
🦫 Brunos Tipp: Bitte den Techniker, die vermutete Leckstelle auf einem Foto oder einer Skizze zu markieren. Mit der Angabe „irgendwo hinter dem Waschbecken“ kann der Reparaturbetrieb später wenig anfangen.
Sieben Fragen, die du vor der Beauftragung stellen solltest
Du musst am Telefon keine Fachbegriffe beherrschen. Diese sieben Fragen reichen aus, um die wichtigsten Punkte zu klären. Bei größeren Aufträgen solltest du die Antworten schriftlich bekommen:
- Welche Leitung oder Feuchtequelle wird geprüft? Trinkwasser, Heizung, Abwasser oder Abdichtung?
- Ist der Preis ein Endpreis? Sind Anfahrt, Umsatzsteuer und erste Messungen enthalten?
- Was kostet der nächste Schritt? Muss ich eine zweite Methode ausdrücklich freigeben?
- Festpreis oder Zeitabrechnung? Wie hoch sind Stundensatz und Mindestberechnung?
- Bekomme ich einen Bericht? Mit Messverfahren, Ergebnis, Fotos und Hinweis auf Unsicherheiten?
- Was zahle ich, wenn kein Leck gefunden wird? Gibt es dann trotzdem eine volle Rechnung?
- Ist die Firma selbst vor Ort? Wer führt die Ortung aus und wer stellt die Rechnung?
Antwortet die Firma ausweichend, etwa mit „Das sehen wir dann vor Ort“, frag zumindest nach einem ungefähren Preisrahmen. Einen genauen Fundort kann dir vor der Untersuchung schließlich niemand seriös versprechen.
Wer zahlt die Leckortung: Versicherung, Vermieter oder Eigentümer?
Du hast die Leckortung bezahlt und willst die Rechnung bei der Versicherung einreichen? Ob das klappt, hängt nicht allein davon ab, wer die Firma bestellt hat. Es kommt auf die Ursache des Wasserschadens, deinen Versicherungsschutz und den Anlass der Untersuchung an.
| Situation | Wer kommt grundsätzlich infrage? | Entscheidend ist |
|---|---|---|
| Verdeckte Trinkwasserleitung beschädigt die Gebäudesubstanz | Wohngebäudeversicherung des Eigentümers | Versicherter Leitungswasserschaden, notwendige Ortung, Vertragsbedingungen |
| Möbel und persönliche Gegenstände werden beschädigt | Hausratversicherung für den versicherten Hausrat | Vereinbarter Schutz; Ortung der Gebäudeleitung gehört nicht automatisch zur Hausratleistung |
| Rohrproblem in einer Mietwohnung ohne Verschulden des Mieters | Instandhaltung grundsätzlich Vermietersache | Mangelanzeige, Zuständigkeit und gegebenenfalls Versicherung |
| Feuchtigkeit durch Starkregen, Rückstau oder Außenabdichtung | Nicht automatisch Leitungswasserdeckung | Ursache und ggf. gesondert vereinbarter Elementarschutz |
Ist im Vertrag eine Selbstbeteiligung vereinbart, bleibt möglicherweise ein Teil der Rechnung beim Eigentümer. In einer Eigentumswohnung solltest du außerdem früh die Hausverwaltung einbeziehen, wenn eine Leitung zum Gemeinschaftseigentum gehören könnte.
Zahlt die Wohngebäudeversicherung die Leckortung?
Bei einem versicherten Leitungswasserschaden können die notwendigen Kosten der Leckortung übernommen werden. Zur Erstattung notwendiger Schadensermittlungskosten gibt es eine Regelung in § 85 Abs. 1 VVG. Aber Vorsicht: In Absatz 2 stehen besondere Regeln, wenn du selbst einen Sachverständigen beauftragst. Eine technische Leckortung ist etwas anderes als ein privat beauftragtes Gutachten. Was der Versicherer letztlich erstattet, richtet sich nach dem konkreten Schaden und den Vertragsbedingungen.
§ 82 VVG verpflichtet Versicherte außerdem dazu, Schäden möglichst zu begrenzen. Melde den Fall früh und frag nach dem weiteren Vorgehen, sobald das möglich ist. Wenn Wasser aus dem Rohr schießt, wartest du aber selbstverständlich nicht auf eine schriftliche Freigabe, bevor du den Zufluss stoppen lässt.
Ein typischer Fall: Hinter einer Badezimmerwand ist eine Trinkwasserleitung undicht. Das Wasser hat bereits Putz und Estrich beschädigt. Der Betrieb muss das Leck finden, damit es repariert werden kann. Bei entsprechendem Versicherungsschutz kommt die Wohngebäudeversicherung grundsätzlich für die notwendigen Ortungskosten infrage.
Stellt sich dagegen heraus, dass der Fleck von Kondenswasser oder einer schadhaften Abdichtung an der Dusche kommt, sieht die Sache anders aus. Auch Schäden an nicht versicherten Leitungen können außerhalb des Schutzes liegen. Eine feuchte Wand allein ist noch kein Nachweis für einen versicherten Leitungswasserschaden.
Was, wenn die Versicherung nicht zahlt?
Eine Ablehnung solltest du dir schriftlich begründen lassen. Lehnt der Versicherer ab, weil die Ursache nicht versichert ist? Weil er die Messung für unnötig hält? Oder weil er die Rechnung zu hoch findet? Je nach Grund brauchst du andere Unterlagen für eine erneute Prüfung.
Hilfreich sind dabei:
- die ursprüngliche Schadenmeldung mit Datum;
- Fotos vor und nach der Ortung;
- Ortungsprotokoll und genaue Rechnung;
- Angaben, warum die Suche notwendig war;
- die betroffene Leitung und der tatsächliche Schadensbefund;
- die betreffende Passage aus den Versicherungsbedingungen.
Liegt tatsächlich ein versicherter Schaden vor und war die Untersuchung nötig, ist § 85 VVG ein wichtiger Ausgangspunkt. Bei Streit über die Auslegung des Vertrags kann unabhängige Versicherungsberatung helfen. Einen Anspruch auf Bezahlung jeder beliebigen Ortungsrechnung gibt es daraus nicht.
Wer zahlt in einer Mietwohnung?
Wohnst du zur Miete, melde eine feuchte Wand oder einen vermuteten Rohrschaden umgehend dem Vermieter. Dazu bist du nach § 536c BGB verpflichtet. Die Instandhaltung fest installierter Leitungen ist bei normalen Verschleiß- oder Materialschäden grundsätzlich Vermietersache (§ 535 BGB). Bestell deshalb nicht ohne Rücksprache eine teure Ortung. In dringenden Fällen oder wenn der Vermieter mit der Beseitigung des Mangels in Verzug ist, kann § 536a Abs. 2 BGB unter bestimmten Voraussetzungen den Ersatz notwendiger Ausgaben ermöglichen. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, hängt vom Einzelfall ab.
Trifft der Mieter beim Bohren schuldhaft ein Rohr, kann er dagegen für den Schaden haften. Wie sich die Pflichten unterscheiden, erklären wir im Beitrag Rohrprobleme: Wer zahlt, Mieter oder Vermieter?.
Und wenn keine undichte Leitung gefunden wird?
Selbst wenn die Firma kein Leck findet, kann eine Rechnung fällig werden. Schließlich wurde die vereinbarte Untersuchung möglicherweise ordnungsgemäß durchgeführt. Für die Versicherung heißt das aber noch nicht, dass sie diese Kosten übernimmt. Kläre vorher, wie der Betrieb einen erfolglosen Termin dokumentiert und abrechnet.
🦫 Brunos Tipp: Schreib bei der Schadenmeldung lieber genau, was du gesehen hast: „Seit Dienstag ist die Wand neben der Dusche feucht.“ Ein Rohrbruch ist zunächst nur ein Verdacht. Mit einer sachlichen Beschreibung und Fotos kann die Versicherung besser einschätzen, welche Untersuchung nötig ist.
Was ein guter Ortungsbericht enthalten sollte
Du brauchst den Bericht später womöglich für die Rohrreparatur oder für die Versicherung. Im besten Fall steht darin, welche Leitungen untersucht wurden, welche Messungen der Techniker vorgenommen hat und wie sicher sich der Fundort bestimmen ließ. Fotos und eine Markierung der verdächtigen Stelle erleichtern die weitere Arbeit. Wurde kein Leck gefunden, sollte auch das im Bericht stehen.
Achte außerdem darauf, den passenden Fachbetrieb zu beauftragen. Wenn bei Starkregen Wasser aus dem Kellerablauf hochkommt, steckt möglicherweise Rückstau statt eines Lecks in der Trinkwasserleitung dahinter. Dann brauchst du Fachleute für Entwässerung, nicht unbedingt eine klassische Leckortung.
Bevor du einen Betrieb beauftragst, kannst du dich auf Hausretter zu Rohrschäden, Wasserschäden und den möglichen Ursachen informieren. So lässt sich der Auftrag genauer beschreiben.

Häufige Fragen zur Leckortung
Bei einem gut erreichbaren Anschluss im Bad bleibt die Suche oft im üblichen Rahmen von 200 bis 600 Euro. Sind hingegen Dusche, Abwasserleitung und Wasserrohre als Ursache denkbar, braucht der Betrieb eventuell mehrere Untersuchungen. Frag, ob er alle diese Bereiche prüfen kann oder dafür weitere Firmen nötig wären.
Auch im Einfamilienhaus sind 200 bis 600 Euro für einen normalen Ortungstermin eine erste Orientierung. Die Wohnfläche bestimmt den Preis nicht direkt. Schwierige Leitungswege und mehrere verdächtige Stellen machen die Suche aufwendiger.
Das kann gerechtfertigt sein, etwa wenn mehrere schwer zugängliche Leitungen untersucht wurden. Lass dir erklären, welche Messungen nötig waren und wie sich die 1.000 Euro zusammensetzen. Bei einer einfachen Leckortung solltest du dir genau erklären lassen, warum die Rechnung so hoch ausfällt.
Meist beginnt die Suche, ohne Fliesen oder Putz zu entfernen. Für eine Endoskopkamera kann eine kleine Öffnung nötig sein. Und um das Rohr später zu reparieren, muss die Schadstelle oft ohnehin freigelegt werden.
Manchmal findet der Techniker die Ursache in ein bis zwei Stunden. Bei verdeckten Leitungen und mehreren Messverfahren dauert es auch einen halben Tag oder länger. Eine genaue Dauer lässt sich vorab selten versprechen.
Die 200 bis 600 Euro beziehen sich zunächst auf die Suche. Hinzu kommen weitere Arbeiten: das Rohr freilegen und reparieren, betroffene Bauteile trocknen und anschließend Wand oder Boden wiederherstellen. Lass dir dafür separate Kosten nennen; einen verlässlichen Komplettpreis gibt es ohne Schadenbesichtigung nicht.
Nicht unbedingt. Selbst wenn die Ortung fachgerecht durchgeführt wurde, hängt die Erstattung davon ab, ob ein versicherter Schaden vorlag und die Suche notwendig war. Entscheidend sind der konkrete Befund und die Vertragsbedingungen.
Nein. Ist die Ursache schnell gefunden, kann eine Abrechnung nach Stunden billiger sein. Bei einer langen Suche schützt ein klar vereinbarter Festpreis eher vor Überraschungen. Vergleiche beide Modelle inklusive Anfahrt, Mehrwertsteuer und Bericht.
Du kannst beobachten, ob der Wasserzähler bei abgeschalteten Verbrauchern weiterläuft, und sichtbare Anschlüsse kontrollieren. Notiere auch, wann die Flecken auftreten. Ein verstecktes Leck findest du damit aber nicht zuverlässig. Wände und Böden solltest du nicht auf Verdacht öffnen.
Fazit: Erst die Ursache klären, dann die Rechnung vergleichen
200 bis 600 Euro sind für eine gewöhnliche Leckortung ein brauchbarer Richtwert. Liegt die vermutete Schadstelle tief im Boden oder muss eine Firma mehrere Verfahren einsetzen, kann es spürbar teurer werden. Vor dem Auftrag solltest du wissen, was im Preis enthalten ist, wann Zusatzkosten entstehen und was du bei erfolgloser Suche zahlst. Vermutest du einen Leitungswasserschaden, informiere außerdem frühzeitig die Versicherung.
Du bist noch nicht sicher, ob überhaupt ein Rohr undicht ist? Auf Hausretter findest du weitere Anleitungen, um Feuchtigkeit, Rohrprobleme und Rückstau besser auseinanderzuhalten.
Quellen
- Blauarbeit: Leckortung Kosten und Methoden, Preisübersicht und Verfahren.
- Listando: Leckortung Kosten, Preisspannen, Sonderfälle und Zusatzkosten.
- ProLeak: Marktpreise und Kostenfaktoren, ergänzende Marktspannen bei komplexen Fällen.
- Leckmeister: Leckortung Kosten und Preismodelle, Festpreise, Stundensätze und Beispielpreise.
- Verbraucherzentrale: Wohngebäudeversicherung, versicherte Gefahren und Verhalten im Schadenfall.
- Verbraucherzentrale: Hausratversicherung, Schäden am Hausrat bei Leitungswasser.
- § 85 VVG: Schadensermittlungskosten, gesetzliche Grundlage und Einschränkungen der Kostenerstattung.
- § 82 VVG: Schadenminderung, Pflichten im Versicherungsfall.
- §§ 535, 536a, 536c BGB, Grundlagen für Vermieterpflichten, Mängelanzeige und notwendige Aufwendungen.